Mittelschule Scheinfeld schullogo ms 08 im Schulverbund mit Iphofen und Marktbreit


Fragen und Antworten rund um unser Betriebspraktikum

* In welchen Klassen gibt es das Praktikum? In der 8. Regelklasse insgesamt 4 Wochen - in der Regel auf 2 Blöcke mit jeweils 2 Wochen verteilt. In den M-Klassen gibt es 2 Wochen in der 8. Jgst. und 2 Wochen in der 9. Jgst.

* Welche Schüler nehmen teil? Alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse, auch solche, die später eine weiterführende Schule wie etwa die FOS besuchen möchten

* Welchen Sinn hat das Praktikum? Unsere Schüler stehen in der 8. Regelklasse und in der M9 vor der Phase ihrer Bewerbung für einen Ausbildungsberuf. Das Praktikum erleichtert diesen frühen Prozess und gibt einen ersten konkreten Kontakt mit einem Betrieb. Die Schüler sollen ihre Praktikantenstelle - wenn möglich - selbst suchen und dabei lernen, mit den betreffenden Personen des Betriebs zu kommunizieren. Bei erfolgloser Suche können die Eltern oder die Schule helfen. Die Schüler erfassen mitwirkend und als Teil dieser Firma eine Art "Innenansicht" eines mehrstündigen Arbeitstages, wobei sie wegen ihres jungen Lebensalters auch einen gewissen Schutz genießen.

Übrigens kann ein Praktikum auch zu der Erfahrung führen, einen bestimmten Beruf nicht zu ergreifen. Das ist so wohl besser als der Beginn einer Lehre, die man hernach abbrechen muss.

Das Praktikum ist also ein ganz wesentlicher Bestandteil dessen, was wir die "Berufsorientierung" nennen.

Wir wissen natürlich, dass sich unsere Schüler sehr früh darüber bewusst sein müssen, mit welcher Art Können sie sich identifizieren, wo genau ihre Stärken liegen und welcher Beruf deshalb für sie geeignet wäre. Dabei ist dieser Prozess äußerst komplex, wird von sehr vielen Faktoren beeinflusst und soll am besten in einer Lebensphase abgeschlossen sein, in der sie ihre Identitätsfindung längst noch nicht abgeschlossen und vielmehr mit anderen Entwicklungsprozessen zu tun haben.

* Darf überhaupt ein Jugendlicher unter 15 Jahren in einem Betrieb arbeiten? In der Regel nicht. Eine Ausnahme bildet eben ein von der Schule organisiertes und betreutes Betriebspraktikum. Deshalb ist es auch nicht möglich, dass Schüler unter 15 Jahren privat und freilillig in den Ferien als Ferienarbeiter oder als Praktikanten arbeiten (Jugendarbeitsschutzgesetz).

* Wer kümmert sich um die Praktikanten? Da der Schüler selbst gehalten ist, sich eine Stelle zu suchen, werden die Eltern bei der Suche oft automatisch beteiligt. Das ist schon eine erste wichtige Kontrollfunktion. Die Betriebe selbst zeigen in aller Regel einen erfahrenen Umgang mit jungen Praktikanten und arbeiten gern mit den Haupt- und Mittelschulen zusammen - übrigens auch im eigenen Interesse, was den Firmennachwuchs betrifft. Der Vorwurf, Firmen würden Praktikanten als billige Arbeitskräfte missbrauchen, kann für unsere heimischen Betriebe hier nicht bestätigt werden. Die Klassenlehrkraft nimmt während der Praktikumswoche Kontakt mit der für den Schüler zuständigen Person im jeweiligen Betrieb auf oder stattet einen Besuch ab. Vorher hat der Schüler dem betreffenden Betrieb mit Wissen der Klassenlehrkraft ein Schreiben der Mittelschule Scheinfeld übergeben, welches den Schüler- und Versicherungsstatus bestätigt.

* Was ist bei Problemen des Schülers mit dem Betrieb zu tun? Das Praktikum unterliegt der Betreuung durch Betrieb und Schule. Hier ist die Schule und die Klassenlehrkraft an erster Stelle anzusprechen, die dann vermittelt. Auch der Abbruch des Praktikums oder die Zuweisung zu einem anderen Betrieb ist in Zusammenarbeit mit dem Elternhaus in besonderen Fällen möglich.

* Kann sich aus einem Praktikum später ein Ausbildungsverhältnis entwickeln? Ja. Einige Lehrverträge sind bereits in der Vergangenheit aus einem ersten Kennenlernen während unserer Betriebspraktika erwachsen.



An dieser Stelle möchten wir noch einmal die große Bereitschaft der heimischen Firmen und Betriebe hervorheben, unseren Schülern jedes Jahr solche Praktika zu ermöglichen und diese gern und verantwortungsbewusst zu betreuen.

Wir als Schule sehen darin den Kern einer guten Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft, was letztlich unseren Schülerinnen und Schülern zugute kommt.

Dafür sagen wir ganz herzlichen Dank!




Lage: Mittelschule Scheinfeld - 91443 Scheinfeld, Lerchenbühlstraße 19 - 800 m im Norden des Stadtzentrums - GPS: 49.67283548650958 ,  10.462782382965088